Nachlese
zum Internationalen Totentanzkongress

Vier Tage verbrachten rund 80 Teilnehmer aus acht Ländern beim 13. Internationalen Totentanz-Kongress in Metnitz/Kärnten vom 25. bis 28. Oktober 2007. Auf dem Programm standen Vorträge, Ausstellungen, eine Exkursion, ein gemeinsamer Abend mit Musik sowie die Aufführung des Metnitzer Totentanzspiels.

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Der Donnerstag Abend begann mit den Begrüßungsreden des Präsidenten der österreichischen Sektion, Siegmund Kogler, dem Bürgermeister der Marktgemeinde Metnitz (zugleich Vizepräsident) Anton Engl-Wurzer sowie dem bischöflichen Vertreter Johann Staudacher. Anschließend spachen die Vertreter bzw. Präsidenten von Frankreich (Bertrand Utzinger), Belgien (Ilona Hans-Collas), Deutschland (Uli Wunderlich), den Niederlanden (Lies Noordendorp- Poesse) sowie einer der Gründungsväter und ehemalige Präsident der deutschen und Ehrenmitglied der französischen, schweizerischen und der österreichischen Sektion (Karl Josef Steininger). Nach jedem dieser Redner sang ein Metnitzer Herrenquartett geistliche Lieder, die das Auditorium auf die kommenden Tage einstimmten.

Nach dem gesellschaftskritischen Eröffnungsvortrag des Salzburger Theologen Gottfried Bachl erfolgte die Begrüßung und Eröffnung der Ausstellung "Und stetig tanzt der Tod ... in Österreich" durch die fachliche Kongress-Organisatorin Imke Lüders. Ein Teil der Ausstellung trug maßgeblich zum angehmen Ambiente in den Tagungsräumen bei, in dem der "Kleine Grazer Totentanz" von Herwig Zens sowie der Zyklus "Das Mädchen und der Tod" von Egon Guggenbichler hingen. Im Foyer wurden Totentanzgemälde aus dem Zyklus von Konrad Koller sowie mehrere Bilder zum Thema Mädchen und Tod von Johann Weyringer präsentiert. Der Übrige Teil der Ausstellung befand sich im Pfarrhaus mit Arbeiten von Gerald Brettschuh, Herwig Zens sowie Schülerarbeiten des Lienzer Bundesgymnasiums.
 

Den Freitag füllten Fachvorträge zum österreichschen Totentanz. Renate Hausner eröffnete den Tag mit einem Überblick zu den Salzburger Totentänzen, worauf Vorträge zu verschiednen österreichischen Totentänzen folgten. Auch Künstler waren eingeladen, die Einblick in ihr Werk gewährten (Egon Guggenbichler, Sepp Spanner, Barbara Ritterbusch-Nauwerck). Der Abend wurde feierlich mit Musik eines Friesacher Klarinettenquintetts und der offiziellen Ehrung Karl Josef Steiningers zum Ehrenmitglied der österreichischen Sektion begangen. An diesem Abend gab es zugleich die Gelegenheit, sich mit den Kongressteilnehmern bei einem Glas Wein auszutauschen.

Am Samstag standen allgemeinere und internationale Vorträge zu den Totentänzen sowie zum Thema Tod und Mädchen auf dem Programm. Am Nachmittag wurde eine Exkursion in das Benediktinerstift St. Lambrecht unternommen, wo es neben der sonst unzugänglichen Gruft mit einem Memento-mori-Altar einen entsprechenden Beichtstuhl im Museum und andere Sehenwürdigkeiten kennenzulernen gab. P. Winfried Schwab OSB hielt seinen Vortrag über die Totentanzpredigt des Admonter Paters Karlmann Vierholz OSB eindrucksvoll von der Kanzel herab. Den Abend füllte schließlich die beeindruckende Aufführung des Metnitzer Totentanzspiels als Höhepunkt der Tagung.

Sonntag galt der Messe sowie Führungen zu den Metnitzer Totentänzen. Helga Staunig erklärte die Originalfresken im Totentanzmuseum, Heinz Ellersdorfer erläuterte die Fresken am Karner. Die Künstler Peter Profunser und Peter Brandstätter stellten das Totenschiff sowie das Totentanzgemälde in der Kirche vor. Mit einem gemeinsamen Mittagessen wurde der Kongress geschlossen.

Besonderer Dank gilt dem Vortstand der ETV-A, mit Siegmund Kogler, Vinzenz Ebner und Anton Engl-Wurzer, dem die Organisation vor Ort oblag, sowie der Gemeinde und den vielen freiwilligen Helfern aus Metnitz, die den Kongress in der Planung und im Aufbau wesentlich unterstützten. Als Geschenk und Erinnerung an die Tagung wurde allen Referenten im Namen der Gemeinde eine Armbanduhr mit dem Metnitzer Wappen überreicht. Enorme Arbeit leistete am Freitag und Samstag auch Frau Faffelberger, die die Vorträge jeweils zusammenfasste und zumeist vom Deutschen ins Französische übersetzte sowie umgekehrt. Ihr, sowie Ilona Hans-Collas, die die Übersetzungen während der übrigen Zeiten übernahm, danken wir an dieser Stelle sehr!
Maßgeblich gefördert wurde das Projekt auch durch das Benediktinerstift Admont. Imke Lüders lebte dort für drei Monate während der ersten Planungsphase und arbeitete im Auftrag des Stiftes für den Kongress.

Schon in seinen Begrüßungsworten hatte der Präsident der fransösichen Gruppe, Bertrand Utzinger, die herzliche und sympathische Athmosphäre in Metnitz wahrgnommen. Diese trage auf intellektueller Bais dazu bei, gut zusammen zu arbeiten. Die Kongresse gäben Gelegenheit zum Wiedersehen und zum Kennenlernen. In diesem Sinne sollte das gesamte Symposium seinen Fortgang nehmen, so dass die meisten Kongressteilnehmer bereichert und glücklich heimkehrten.

 

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